Der Israelische Präsident Peres warnt vor Erstarken von Rechtsextremisten: «eine Gefahr für jeden und eine Warnung an alle Völker»

Während alle Sirenen im Land zur Mitte des Vormittags für 120 Sekunden heulten, gedachten die Menschen still den sechs Millionen Juden, die von den Nazis ermordet wurden. Der Schoah-Gedenktag hatte in Israel am Sonntag zum Sonnenuntergang begonnen. In diesem Jahr standen 400.000 ungarische Juden, die 1944 den nationalsozialistischen Verbrechen zum Opfer fielen, im Zentrum der Erinnerung. In der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem legten israelische Würdenträger und Vertreter des Staates am Vormittag Kränze nieder. «Wir dürfen das Erstarken von eindeutigen Neonazis in rechtsextremen Parteien nicht gering schätzen, die eine Gefahr für jeden und eine Warnung an alle Völker darstellen», sagte Peres. (Quelle: neues Deutschland, 28.04.2014)

Bis heute herrscht in der Bundesrepublik Deutschland trotz Bonner Grundgesetz als ranghöchste Rechtsnorm und unmittelbares Recht gegenüber den drei Gewalten bildenden unverletzlichen Grundrechten «öffentliche Gewaltherrschaft» in Gestalt von staatlicher Willkür und Allmacht, die fortgesetzt eifrig klammheimlich purifiziertes nationalsozialistisches Recht und die NS-Rechtsordnung praktiziert.

Fünf Jahre lang hat Raul Teitelbaum, ein Wirtschafter, Journalist und selbst Holocaustüberlebender, das Thema der persönlichen Zahlungen an Holocaustüberlebende erforscht. «Niemand hat sich darum gekümmert, was mit den Holocaustüberlebenden nach dem Krieg passiert. 2008 schrieb er in seinem Buch «Die biologische Lösung«:

Berechnungen ergeben, dass jeder Deutsche auf ein halbes Glas Bier im Monat verzichten musste, um die Holocaustüberlebenden zu entschädigen», sagt Teitelbaum. «In den ersten 13 Jahren nach dem Krieg erhielten die deutschen Kriegsopfer Entschädigungszahlungen, die 11 mal höher waren als die, die an die Opfer des NS-Regimes gezahlt wurden. Es gab Jahre, in denen nur 270.000 der Holocaustopfer Entschädigung erhalten haben, jedoch 2,6 Millionen deutsche Kriegsopfer. Für die Toten wurde überhaupt nichts bezahlt. Es wäre den Deutschen weitaus billiger gekommen, wenn sie alle Juden vernichtet hätten, denn dann hätten sie gar nichts bezahlen müssen.»

Wie es im Lichte dessen um den seit 65 Jahren hochgelobten bundesdeutschen Rechtsstaat insgesamt tatsächlich bestellt ist, lässt sich in den einschlägigen Expertisen der Grundrechtepartei in ihrem aktualisierten Rechtsstaatsreport sehr genau und bisher nicht widerlegt nachlesen.

(Originalartikel: /231131)