Der Realsatiriker Martin Sonneborn hat es mit seiner Spaßpartei Die Partei ins Europaparlament geschafft und plant wenige Stunden nach der Wahl schon seinen Rücktritt. «Ich werde mich vier Wochen lang intensiv auf meinen Rücktritt vorbereiten», sagte Sonneborn, der bei SPIEGEL ONLINE die Satire-Rubrik SPAM verantwortet. Durch monatliche Rücktritte will er 60 Parteimitglieder durchs Parlament schleusen. «Das heißt, dass jedes dieser Mitglieder einmal für 33.000 Euro im Monat sich Brüssel anschauen kann und dann zurücktritt und noch sechs Monate lang Übergangsgelder bezieht. Wir melken also die EU wie ein kleiner südeuropäischer Staat.» Ob er deshalb ein schlechtes Gewissen hat? Sieht nicht so aus. «Ich glaube nicht, dass wir die Verrücktesten sind im Europaparlament», sagt Sonneborn. (Quelle: Spiegel-online, DerMorgen, 06.58h, 26.05.2014)
Sonneborn weiß aufgrund seiner persönlichen Teilnahme an der 1. Sitzung des sog. Bundeswahlausschusses
An dieser Stelle wird noch einmal auf die Mediathek des Bundestagsfernsehens hingewiesen, in der man die beiden Sitzungen des sog. Bundeswahlausschusses am 14.03. und 03.04.2014 in voller Länge findet und sich selbst ein Bild vom geschauspielerten Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland auf dem Boden des Bonner Grundgesetzes als ranghöchste Rechtsnorm machen kann.
Wie verfassungstreu der Realsatiriker und Parteipolitiker Sonneborn als ist, zeigt sich in seinem bis heute an den Tag gelegten Verhalten, denn er hatte die Pflicht, bezüglich der Ungültigkeit der bundesdeutschen Wahlgesetze zu remonstrieren, ggf. Strafanzeige zu erstatten, denn das Wahlergebnis ist gefälscht, die Wähler sind um ihre Stimme gebracht worden, das Europaparlament wird nicht ordnungsgemäß besetzt, alle dort sodann getroffenen Entscheidungen werden nichtig sein.
Weitere Details lesen sich hier: «Zum 8. Mal wird seit 1979
Wie es im Lichte dessen um den seit 65 Jahren hochgelobten bundesdeutschen Rechtsstaat insgesamt bis heute tatsächlich bestellt ist, lässt sich in den einschlägigen meinungsfreien Expertisen der Grundrechtepartei in ihrem aktualisierten Rechtsstaatsreport sehr genau und bisher nicht widerlegt nachlesen.
(Originalartikel: /231581)