Überall sogleich wieder der braune Abschaum des deutschen NS-Terrorregimes in Spitzenpositionen.

Das Ergebnis wird nur den erstaunen, der an das staatstragende Märchen vom radikalen Neuanfang glauben wollte: Das Münchner Institut für Zeitgeschichte dokumentiert in einer Studie, dass zehn der 13 Mitglieder im ersten Präsidium des Bundes der Vertriebenen Nazis waren, zehn der dreizehn Mitglieder der SA, SS und/oder der NSDAP angehört hatten.

Frau Steinbach, Präsidentin des Bundes der Vertriebenen,  zeigte sich “wenig überrascht” vom Ergebnis, das nur den erstaunen wird, der an das staatstragende Märchen vom radikalen Neuanfang glauben wollte. Bundeskanzler Konrad Adenauer, obwohl selber alles andere als ein Nazi, scheute sich nicht, Menschen mit einer Nazi-Vergangenheit zu beschäftigen. Nach diesem Grundsatz wurde das Außenministerium, das Bundeskriminalamt, wurde überhaupt die Bundesrepublik neu mit den alten Kräften aufgebaut.

IfZ legt umfassende Studie zur NS-Belastung deutscher Vertriebenenpolitiker  mit dem Titel “Funktionäre mit Vergangenheit” vor.

Nur zwei BdV-Vertreter zeigten 1958 deutliche Reserve gegenüber dem NS-Regime oder behielten ihre grundsätzliche Gegnerschaft konsequent bei.

Zwar finden sich unter den übrigen BdV-Funktionären keine so genannten „alten Kämpfer“, die schon vor Hitlers Machtergreifung 1933 in die NSDAP eingetreten waren: Doch gerade die Vertreter der mittleren und jüngeren Generationen, die in den 50er Jahren die Vertriebenenarbeit dominieren sollten, zeigten eine grundlegende Loyalität und Affinität gegenüber den braunen Machthabern.