Keiner stellt die Frage nach der Legitimität, Lebensmittel in Gestalt von Hühnereiern zu Testzwecken gegen Wasserwerfer der Polizei zu schleudern.

Es sollte wohl so etwas wie ein Triumphzug werden: Die Polizeiführer von Thüringen sollten von den Fähigkeiten des neuen Wasserwerfers “WaWe 10″ überzeugt werden. Statt echte Steine, Bierflaschen oder gar Molotow-Cocktails, wie sie bei Demonstrationen oder nach Fußballspielen gegen die Polizei geschleudert werden, verwendeten die Polizisten allerdings “neben Eiern auch Tennisbälle und halb gefüllte PET-Flaschen (0,5 l)”, wie die Landespolizeidirektion dem MDR zufolge mitteilte. (Quelle: Spiegel-online, 21.04.2014)

Mit Erstaunen hat die Grundrechtepartei zur Kenntnis genommen, dass bundesdeutsche Polizeibeamte in Thüringen u.a. Lebensmittel in Gestalt von zur menschlichen Ernährung produzierten Hühnereiern gegen ihre neuen Wasserwerfer schleudern, um die Einsatztauglichkeit zu testen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die benutzten Eier nicht mehr zum menschlicher Verzehr geeignet gewesen sind, also sowieso hätten entsorgt werden müssen, um einer eventuellen Lebensmittelvergiftung vorzubeugen.

Die Tierschutzorganisation PETA war überrascht von dieser ihr bisher Scheins unbekannten Aktion, obwohl bereits in den bundesdeutschen Medien ausführlich darüber berichtet wird, ohne jedoch auf den Lebensmittelcharakter der geworfenen Hühnereier hinzuweisen.

Die Organisation foodwatch in Berlin legte im Telefonat Wert darauf hinzuweisen, dass man sich in erster Linie mit der Kennzeichnung von Lebensmitteln befasse und man sich im kleinen Kreis nicht um sehr viel mehr kümmern könne.

Beim Deutschen Tierschutzverband in Bonn äußerte man Betroffenheit, aber mehr würde man im Moment auch nicht dazu sagen können.

Wegen der scheinbaren Belanglosigkeit wurde darauf verzichtet, weitere Stimmen zu bekommen.

Wie es im Lichte dessen um den seit 65 Jahren hochgelobten bundesdeutschen Rechtsstaat insgesamt tatsächlich bestellt ist, lässt sich in den einschlägigen Expertisen der Grundrechtepartei in ihrem aktualisierten Rechtsstaatsreport sehr genau und bisher nicht widerlegt nachlesen.

(Originalartikel: /231028)

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Ein Gedanke zu „Keiner stellt die Frage nach der Legitimität, Lebensmittel in Gestalt von Hühnereiern zu Testzwecken gegen Wasserwerfer der Polizei zu schleudern.“

  1. 10 Eier Gewichtsklasse M, für umgerechnet 0,09 Euro (9 Cent) das Stück.

    In der BRD werden deswegen 38 Millionen Legehennen gehalten die bis zu 13,7 Milliarden Eier produzierten. Für Frühstück, Nudeln und Backwaren oder um die Fähigkeiten des Wasser-Werfers 10 (WaWe 10) auszutesten.

    Männliche Küken (Hähne) sind Abfall, da sie den Eier produzierenden Betrieben nichts nützen weil die nur Eier legende Küken (Hennen) wollen.

    Die Verwertungsmasse “Huhn” wird am Leben gehalten, während dessen die nutzlosen männlichen - man schätzt, daß die Zahl der jährlich getöteten Tiere bei 40 Millionen liegt - andere Schätzungen belaufen sich auf bis zu 50 Millionen Hähne, getötet werden.

    Tja, wäre die Vorstellung Eier-Schleudern zu bauen um sie gegen die verfassungsfeindlichen Hochverräter einzusetzen als angemessene Reaktion zu bezeichnen?

    Ich würde eine solche Aktion als angemessene Maßnahme erachten.

    Quelle: Frontal21-vom 22.04.2014.
    http:/www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2139526/Frontal21-Sendung-vom-22-April-2014

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