Eine Expertenkommission hat die Geschichte des 1988 stillgelegten Versuchsreaktors in Jülich durchleuchtet. Ihr Bericht beschreibt haarsträubende Zustände: Gefährliche Pannen wurden vertuscht, Strahlungsaustritte nur zufällig entdeckt. Der Versuchsreaktor am Forschungszentrum Jülich, der von 1967 bis 1988 lief, steht seit Jahren in der Kritik. 2011 hatte die Betreibergesellschaft, die Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktorbetriebe (AVR), eine Expertengruppe mit der Aufarbeitung der Reaktor-Geschichte beauftragt. Sie hat ihren Bericht nun vorgelegt – und er benennt teils haarsträubende Missstände. Demnach kam es über Jahrzehnte immer wieder zu Störfällen und wahrscheinlich mindestens zweimal zu Kontaminierungen der Umwelt. Dass es überhaupt Probleme gegeben hatte, wurde erst mehr als zehn Jahre nach Betriebsschluss öffentlich. (Quelle: Spiegel-online, 27.04.2014)
Während sich nun hier öffentlich das Maul zerrissen wird, interessiert weder eine Expertenkommission noch die bundesdeutsche Journale die mehr als haarsträubenden verfassungsfeindlichen Versäumnisse seitens derer, die nach dem Inkrafttreten des Bonner Grundgesetzes am 23.05.1949 bis heute alles andere als an die Umsetzung des Wortlautes und Wortsinns des Bonner Grundgesetzes als ranghöchste Rechtsnorm der Bundesrepublik Deutschland gedacht haben, geschweige denn interessiert waren bzw. immer noch nicht sind. Das dem so gewesen ist, lässt das Zitat aus der 89. Kabinettssitzung vom 11.08.1950 der ersten Regierung “Adenauer” zweifelsfrei heute erkennen:
Es sei einmütig erklärt worden, daß bei unveränderter Aufrechterhaltung der im Grundgesetz verankerten Grundrechte durchgreifende Maßnahmen nicht getroffen werden können. Es müsse deshalb eine Änderung des Grundgesetzes in Erwägung gezogen werden.
Seitdem Inkrafttreten des Bonner Grundgesetzes als ranghöchste Rechtsnorm der Bundesrepublik Deutschland sieht der Karikaturist der Grundrechtepartei die Geschehnisse als einen mehr oder weniger “Großen Staatszirkus”:
Wie es im Lichte dessen um den seit 65 Jahren hochgelobten bundesdeutschen Rechtsstaat insgesamt tatsächlich bestellt ist, lässt sich in den einschlägigen Expertisen der Grundrechtepartei in ihrem aktualisierten Rechtsstaatsreport sehr genau und bisher nicht widerlegt nachlesen.
(Originalartikel: /231088)

Bericht über den Forschungsreaktor Jülich deckt haarsträubende Zustände seit 1967 auf und alle sind entsetzt, die Expertisen der Grundrechtepartei zum haarsträubenden verfassungswidrigen wie -feindlichen Zustand der Bundesrepublik Deutschland lassen bisher so gut wie jemanden, ja nicht einmal die unmittelbar betroffenen Grundrechtsträger aus der Haut fahren. von Grundrechtepartei, sofern nicht ausdrücklich anders festgestellt, ist lizenziert unter einer Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International Lizenz.
